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Wild- und Heilkräuter Glossar

... von Brigitte Addington

Roswitha Stark

Michaela Walter

Freyja-Hertinger

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Gänsefingerkraut (Potentilla anserina)

Familie der Rosengewächse

Beschreibung

Potentilla heißt „kraftvolle Pflanze“. Der Name Gänsefingerkraut entstand dadurch, dass die Pflanze oft an Plätzen wächst, wo früher Gänse (lateinisch anser) grasten.

Man nennt sie auch Silberkraut wegen der silbrigen Unterseite der Blätter, welche wie kleine Palmwedel aussehen. Die Feen kuscheln sich gerne im Mondschein an diesen weichen Flaum. Die Blüten sind zu bewundern von Mai bis August. Sie schimmern goldgelb und es ist, als begegneten sich Sonne und Mond darin. Durch die bis zu einem Meter langen wurzelnden Ausläufer vermehrt sich die niedrig wachsende Pflanze zügig und bildet oft dichte Teppiche.

Vorkommen und Standort

Die trittfeste Pionierpflanze aus der Familie der Rosengewächse liebt nährstoffreiche, feuchte und verdichtete Lehm- und Tonböden an Wegen, Wiesenrändern und Bahndämmen.

Inhaltsstoffe

Gänsefingerkraut enthält Gerbstoffe, Bitterstoffe, Anthozyane, Vitamine (u. a. Ascorbinsäure, 300-350 mg/100 g Frischgewicht) und Stoffe unbekannter Struktur. Außerdem wird der Pflanze eine entzündungshemmende und blutstillende Wirkung zugeschrieben, was durch die enthaltenen Flavonoide bzw. Cumarine zu erklären ist.

Verwendung zu Heilzwecken

„Krampfkraut“ wird das Heilkraut auch genannt, da es auf sanfte Weise, ohne unangenehme Nebenwirkungen, Krämpfe löst und so ideal bei Migräne, Magen- und Darmkrämpfen, Wadenkrämpfen und besonders bei schmerzhafter Menstruation eingesetzt werden kann. Potentilla anserina kann als Tee getrunken werden, aber es entfaltet seine Wirkung besonders gut, wenn es mit etwas Milch (es kann auch Ziegenmilch sein) gekocht wird, da sich die krampflösenden Wirkstoffe in Fett besser lösen als in Wasser. Bei Entzündungen von Zahnfleisch und Mundschleimhaut leistet ein Tee zum Gurgeln sehr gute Dienste. Auch in der Tierheilkunde erfreut sich dieses Heilkraut großer Beliebtheit.

Alle Pflanzenteile des Gänsefingerkrauts kann man auch in der Küche verwenden. Die jungen Blätter können klein gehackt in Kräutermischungen, Kräuterkäse, Salate, Salatsoßen und Suppen geben werden. Die Blüten eignen sich wegen der wunderbaren Farbe als essbare Dekoration auf Torten oder im Mineralwasser. Getrocknete und gemahlene Wurzeln dienten früher in England als Mehlersatz.

Volksheilkunde und Magie

Bereits vor 2000 Jahres war das Kraut hochgeschätzt. Dioskurides verordnete es bereits bei Durchfall und Epilepsie.

Dem Volksglauben zufolge soll ein Amulett aus der Wurzel des lieblichen Gänsefingerkrauts helfen, die Liebe der Menschen zu gewinnen. Dafür sollte die Wurzel am Johannistag vor Sonnenaufgang mit viel Achtsamkeit gegraben werden. Das Amulett hilft uns, alle Krämpfe loszulassen – nicht nur im Körper, sondern auch in unseren Gedanken und Gefühlen. Die Liebe und Wertschätzung unter den Menschen fördern – welch schöner Impuls für uns aus der „Grünen Welt“!

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