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Wild- und Heilkräuter Glossar

... von Brigitte Addington

Brigitte Addington

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Gelber Steinklee (Melilotus officinalis)

Familie der Hülsenfrüchtler

Beschreibung

Die filigranen Pflanzen sehen aus wie Federbüsche, die bis zu 2 m hoch werden können und leicht im Wind hin und her schwingen. Der Hülsenfrüchtler blüht oft von Juni bis in den September hinein. Seine unzähligen kleinen gelben Blüten sind zu langen Trauben angeordnet und duften süßlich, weshalb er auch Honigklee genannt wird. Die Blüten sind eine ausgezeichnete Bienenweide, und oft hängen die Puppen von Schmetterlingen im dichten Gewirr von Stielen und Blättchen.

Vorkommen und Standort

Die Pflanze liebt steinige, trockene Böden, weshalb sie häufig in Kiesgruben, an Wegrändern und Bahndämmen anzutreffen ist.

Inhaltsstoffe

Cumarin verleiht dem Steinklee seinen typischen Geruch nach Waldmeister. Außerdem enthält er Glykoside, Melilotin, Flavonoide, Melilotsäure, Benzoesäure, Schleimstoffe und Cholin.

Verwendung zu Heilzwecken

Das Heilkraut wird hauptsächlich als Mittel gegen Venenleiden, Krampfadern, Hämorrhoiden und Blutergüsse eingesetzt, da es durch das Cumarin blutverdünnend sowie entzündungshemmend wirkt. Ich stelle mir gern eine Salbe zur Venenpflege bei geschwollenen Beinen bzw. Schweregefühl in den Beinen her. Auch bei nächtlichen Wadenkrämpfen ist sie sehr zu empfehlen. Etwa 4 Wochen vor Langstreckenflügen trinke ich täglich einen aus der Pflanze zubereiteten Tee, um die Blutzirkulation anzuregen und einer Thrombose vorzubeugen. Der Honigklee sollte allerdings bei gleichzeitiger Einnahme von gerinnungshemmenden Medikamenten, wie z.B. nach einem Herzinfarkt, nicht innerlich verwendet werden, da sonst das Blut zu dünnflüssig wird. Die synthetischen Blutverdünnungsmittel der Pharmaindustrie wurden schließlich nach dem Vorbild der Cumarine in den Pflanzen entwickelt.

Die Pflanze verbessert auch die Lymphzirkulation und kann so bei Lymphödemen verwendet werden. Cumarine setzen außerdem die Nervenerregbarkeit herab. Dadurch eignet sich der Steinklee als vorzügliches Beruhigungs- und Schlafmittel. Erkalteter Steinkleetee als Gesichtstonic verwendet entstaut rote Äderchen, verfeinert die Hautporen im Gesicht und erfrischt herrlich am Morgen. Außerdem ist er sehr mild und pflegend bei Couperose oder Rosacea. Ich liebe diese Naturkosmetik, denn sie ist kostenlos und einfach herzustellen.

Volksheilkunde und Magie

Der Steinklee wurde früher als Wetterorakel eingesetzt, da er als getrocknetes Bündel seinen Duft vor allem vor Gewittern freigibt. Der süße Duft der Pflanze vertreibt Katzenjammer und trübe Gedanken. Er wirkt beruhigend und schenkt ein Gefühl von Sicherheit. Deswegen pflücke ich mir gerne einen Strauß des blühenden Krautes, bündele ihn und hänge ihn als stimmungsaufhellende Dufttherapie und herrliche Dekoration in mein Wohnzimmer. Ein Kräuterkopfkissen mit Steinklee holt im Winter Erinnerungen an den Sommer zurück.

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