Einen gut gelaunten Tagesausklang wünscht Ihnen das Lebensfreudemagazin vivita®

18.03.11 - Plädoyer für mehr Zivilcourage

Hallo liebe Redaktion,

die Erde hat sich geschüttelt und dabei aufgerissen, was seit Jahrzehnten gut verborgen lag: Die dunkle Seite der Kernenergie. Nach Erdbeben und Tsunami ist die vermutlich größte Katastrophe, die sich in Japan anbahnt, menschengemacht und betrifft die ganze Menschheit. Auch wenn uns hier in Europa vorerst keine radioaktiven Partikel treffen sollten, eines ist schon angekommen. Wie eine geistige Flutwelle haben die Nachrichten aus Japan bewirkt, dass der Glaube an das Gerede der Mächtigen und Regierenden über die Sicherheit dieser Technologie als Augenwischerei und Lüge entlarvt wurden. Und so zynisch es klingen mag. Vielleicht sind solche Tragödien notwendig, damit die Menschheit endlich aufwacht.

Wie viele Nuklear- und Ölkatastrophen braucht das kollektive Bewustsein? Wie viele erträgt unser Planet noch? Hiroshima, Tschernobyl, Fukushima, Exxon Valdez, Deepwater Horizon etc. Die Weltöffentlichkeit sah wie Tony Hayward, damaliger BP-Chef wie ein geprügeltes Bürschlein menschliches und technisches Versagen eingestehen musste. So wie nun Tepco und die Japanische Regierung verzweifelt versuchen, dem Volk Valium zu verabreichen, zu beschwichtigen und scheibchenweise einzugestehen was sich nicht mehr verheimlichen lässt. Und unsere Bundesregierung nun hastig die, vergangene Woche noch "sichersten AKWs der Welt" abschaltet um ihre "eigene Laufzeit zu verlängern", wie die Tageszeitung titelte. Die Lügen zerfallen, schneller als Uran (700 Mio Jahre).

Das unermessliche Leid der Opfer von Fukushima und Tschernobyl sollte uns endlich aufwecken. Kernenergie ist weder sicher noch billig. Viele radioaktive Nuklide strahlen um ein vielfaches länger als die Spezies Mensch überhaupt schon aufrecht gehen kann. Wer immernoch glaubt, Atomenergie sei sicher, lebt geistig noch in Höhlen! Die IAEO (Internationale Atomenergieorganisation) erklärte am Dienstag, an der Atomenergie festzuhalten. Ihre Definition von "Restrisiko" ist seit Tschernobyl und spätestens Fukushima eine Farce.

Wir werden für dumm verkauft wenn man uns vorrechnet, wieviel CO² wir mit Energiesparlampen, E10 oder Elektromobilen einsparen lässt, aber unterschlägt welcher Energieaufwand für Herstellung, Transport, Bertieb und Entsorgung notwendig ist. Oder wenn man uns sagt, Fukushima hätte keine Auswirkungen auf Europa. Die Strahlung wird früher oder später über die Nahrungskette bei uns ankommen. Oder wenn man uns sagt, es gäbe keine ausreichenden Alternativen zu fossilen Energien gleichzeitig aber innovative Technologien unterdrückt, verheimlicht und bekämpft. Wenn man uns sagt, die Menschheit könne man nur mit gentechnisch verändertem Saatgut ausreichend ernähren, werden wir für dumm verkauft.

Aber es gibt immer zwei Seiten. Die Einen, deren Bestreben es ist, Macht und Reichtum zu mehren und die Menschheit unmündig und dumm zu halten. Und die Anderen, denen es frei steht zu denken, zu forschen und zu sagen: "Es geht! Wir sind in der Lage, die Menschheit mit Energie und sauberer Nahrung zu versorgen ohne dabei die Erde zu vernichten."

Wir können entscheiden bei wem wir Strom und Essen kaufen. Wir können wählen wer unser Land regiert. Wir haben die Möglichkeit aufzustehen und laut zu sagen: "Es reicht. Bis hierher und nicht weiter!" Wir können uns informieren und forschen. Zum Beispiel über die Entwicklung wirklich neuer Energieformen. Bisher sind es einzelne Physiker, Firmen und experimentiefreudige Forscher die an Entwicklungen wie Browngas-Generatoren arbeiten, Kalte Fusion vorantreiben oder erfolgversprechende Versuche mit selbstlaufenden Magnetmotoren machen. Dies sind die unterdrückten und verschwiegenen Techniken der neuen Welt. Ich hoffe, wir werden ihren Durchbruch in den kommenden Jahren erleben.

Spinnerei und Wunderglaube? Ich weiß es nicht. Aber Kernenergie als sicher anzusehen ist dies allemal. Todsicher!

Cornelius Braitmaier, Kirchberg/Jagst

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