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Huflattich (Tussilago farfara)

Familie der Korbblütler

Beschreibung

Strahlend gelb wie kleine Sonnen begrüßen uns im Februar die Blüten, und erst im März erscheinen dann die weich-filzig behaarten und rundlich-herzförmigen Blätter. Der Stängel weist eine olive-rötliche Blattschuppung auf. Verwechseln kann man das Heilkraut mit der Pestwurz, was jedoch nicht weiter schlimm wäre, da diese Pflanze eine Verwandte des Huflattichs ist und ähnliche Wirkung hat.

Vorkommen und Standort

Ödland, Steinbrüche, Uferböschungen und an lichten, sonnigen Waldstellen. Liebt feuchten humusarmen Untergrund. Ich habe einige Pflanzen in der Natur ausgegraben und in meinen Balkonkasten eingesetzt. Wenn Sie keinen Garten haben, können Sie übrigens fast alle Wildkräuter, die Sie in der Natur finden auf Ihren Balkon „umsiedeln“ (anstatt der üblichen Balkonblumen). So haben sie eine „Hausapotheke der Natur“ immer in Ihrer Nähe und die Insekten und Vögel der Umgebung werden es Ihnen ebenfalls danken.

Inhaltsstoffe

Schleimstoffe, Gerbstoffe und Saponine. Viele Mineralien wie Zink, Kalium, Natrium, Kalzium, Magnesium, Eisen, Phosphor und Kieselsäure. Der Huflattich ist in Verruf geraten, da er Pyrrolizidin-Alkaloide enthält. Diese haben sich im Tierversuch als Leber schädigend und krebserregend erwiesen. Bei solchen Versuchen werden die Tiere allerdings mit ausgesprochen großen Mengen gefüttert, sind eingesperrt und erleiden große psychische Qualen. Auch wir Menschen würden eine einseitige Zwangskost (z.B. nur Schokolade) in solch einer Umgebung nicht ohne gesundheitliche Schäden überleben. Bekanntlich macht allein die Dosis, ob ein Ding Gift ist oder Arznei!

Verwendung zu Heilzwecken

Huflattich ist ein hervorragendes Hustenmittel und eines der besten Lungenheilmittel überhaupt. Der in der Pflanze enthaltene Schleim überzieht die Schleimhaut mit einem reizlindernden Film, lindert so trockenen Reizhusten und erleichtert das Ausstoßen des in der Lunge festsitzenden, zähen Sekretes. Er schafft bei akuter Bronchitis rasch spürbare Erleichterung und ist bei Mandelentzündung und Kehlkopfentzündung zu empfehlen. Er hilft Teer, Staubteilchen und andere Schadstoffe aus der Lunge auszustoßen und wird daher Rauchern verabreicht, um die negativen Auswirkungen des Tabakrauches zu reduzieren.
„Frischgebackene“ Nichtraucher - deren Lunge noch mit den Nachwirkungen Ihren ehemaligen Tuns zu kämpfen haben – würden gleichfalls von einer gelegentlichen Tasse Huflattichtee profitieren. Aufgrund seiner krampflösenden Eigenschaften, kann dieses Kraut bei Asthmaanfällen zur Linderung der Atemnot angewandt werden. Huflattich-Rouladen sind eine vorzügliche Wildkräuter-Delikatesse für die vitaminreiche Küche: Schöne große Blätter kurz waschen, überbrühen und dann wie Kohlrouladen belegen mit Hackfleisch oder einer feinen vegetarischen Füllung. Die Blätter einrollen, in eine flache Form schichten, mit etwas Rahm übergießen und im Backofen dünsten. Ihre Gäste werden begeistert sein von der leckeren und gesunden Naturköstlichkeit.

Volksheilkunde und Magie

Früher war der Huflattich das Zeichen der Apotheker, und ein Schild mit der Abbildung dieser Pflanze hing über der Tür ihres Geschäfts. Schon im Mittelalter stopfte der Kräuterarzt Mattioli - getrocknete Huflattichblätter - in seine Pfeife und rauchte dann dieses Heilkraut-Pfeifchen, anstatt sich einen Hustentee zuzubereiten. Aus der spirituellen Ebene kann Huflattich die feinstofflichen Kanäle des Sehvermögens, der Klarheit und der Weitsicht reinigen. Er kann zur Förderung der Hellsichtigkeit angewandt werden, als Tee getrunken oder als Räucherwerk verbrannt werden. Er hat eine zentrierende Wirkung und öffnet die Pforten der Wahrnehmung in der Natur für Botschaften und Intuitionen.

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